Dienstag, 21. Februar 2012

wie das Neue Jahr begann........

so soll es bitte nicht weiter gehen und auch nicht enden.
Ich hatte im letzten Post versprochen  wenn unser kleines Findelkind Betty- die Fruehreife - ihren Nachwuchs bekommt darueber zu berichten.
Immer wieder etwas Neues sagte Frauchen, die ja nun schon einiges erlebt hat mit uns- ihren Kindern.

Betty meldete sich vier Tage zu frueh, morgens mit leichtem meckern und sagte damit das es bald soweit ist. Das ist nicht immer der Fall bei meinen Ziegenmaedels.
Oftmals moechten sie ihren gewohnten taeglichen Ausflug machen und reagieren sauer wenn Frauchen die werdende Mama in der Box laesst.
Sie verweigern das Futter und meckern den ganzen Tag den anderen hinterher.
In der Vergangenheit ist es oft passiert, vor allem als Frauchens Ehemann noch verantwortlich war, dass das Ablammen weit weg von zuhause stattgefunden hat. Darueber habe ich aber schon berichtet.

Natuerlich suchte Betty sich den Samstag aus an dem Frauchen ganz alleine fuer uns zustaendig ist.
Kaese machen war an diesem Tag auch angesagt, wir mussten versorgt und die Boxen sauber gemacht werden.
Die Milch war gerade im Pasteur und wurde aufgeheizt als Madam Betty anfing zu pressen.
Das Gerenne ging los, immer ganz geschwind an meiner Nase vorbei.
Es lief auch nicht wie gewohnt, Frauchen hat mir erzaehlt das neben dem Kopf keine Hufe zu sehen waren.

Die scheue Betty will immer noch nicht angefasst werden.

Mit dem Kleinen, es war ein Junge, war aber etwas nicht in Ordnung. Erst wollte er nicht atmen und hat sich dabei spastisch geschuettelt. An aufstehen, stehen zu lernen und zu gehen war nicht zu denken. Er war nicht lebensfaehig. Der Tierarzt musste kommen und das kleine Elend einschlaefern.
Betty hat noch einige Zeit um ihn getrauert.
Wir glauben das er zu sehr eingeklemmt war in Bettys  kleinem Koerper. Fuer solch eine junge Ziege war das Lamm viel zu gross.
Nun muessen wir aufpassen das so etwas nicht noch einmal passiert.
Als kleiner Trost fuer Frauchen poduziert Betty nun eine kleine Menge Milch und das hilft uns etwas weiter.
Weiter geht es mit den Todesfaellen.  Frauchen hat sich selbst zu Weihnachten einen Papagei geschenkt. Diesmal eine Gelbstirn Amazone und hat ihn Cous Cous genannt.
Unsere beiden anderen Papageien sind heimische Sorten genannt Orange-winged Amazone, die im April / Mai aus den Nestern geholt werden. Dieser kleine Kerl kam von einem Zuechter und war schon der zweite Vogel. Den ersten hatte sie abgeholt und am naechsten Morgen ist er schon gestorben.
Sie war so geschockt und hat als Ersatz einen zweiten bekommen, den Cous Cous. Sie war skeptisch aber das Geld haette sie sowieso nicht zurueck erhalten.
Er war der groesste im Nest von dreien. Den ersten hatte ihre Freundin Paula gekauft, die ihr von dieser anderen Papageienrasse in Tobago gezuechtet  erzaehlte. Das Ende vom Lied alle sind gestorben.
Zuletzt der von ihrer Freundin, der nach einigen Wochen bei ihr zuhause schon krank war und sogar in Trinidad in der Tierklinik behandelt wurde. Trotzdem ist er Wochen spaeter eingegangen. Keiner weis woran.
Cous Cous war Sonntags kaenklich und Montags ist er schon gestorben.

http://youtu.be/bWhL3Rwx3Xo                            http://youtu.be/E5nnwWWXJyI

                 Erinnerung an Cous Cous der sich so schoen entwickelt hatte.

Der Vogelzuechter ist einige Tage spaeter per Zufall hier erschienen. Die Nachricht das nun alle seine Jungvoegel gestorben sind hat ihn schon erschrocken. Er meinte dazu aber nur: Na dann gehe ich mal nachhause und reinige meine Kaefige und Brutkaesten. Wir fragen uns natuerlich ob er das sonst nicht macht.
Orange-winged Amazone
Das war wieder ein Beweis fuer die schlechte Tierhaltung die in Tobago praktiziert wird.
Frauchen wuerde hier bei keinem eine Ziege kaufen. Ich frage mich natuerlich warum hat sie bei dem Kauf des Vogel nicht daran gedacht.

Unseren beiden anderen Papageien Berti und Bibbi geht es sehr gut. Ich hoere sie bis hinten zu mir schreien, bellen und pfeiffen. Im Moment sind sie im Lausbubenalter und beissen Frauchen gerne in die Ohrlaeppchen wenn sie den Kopf in den Kaefig steckt. Warum macht sie das auch - komisch.
Da verstehe einer die Menschen.
Ach ja, Frauchen reinigt den Kaefig sehr oft, genau so gruendlich wie sie unsere Boxen ausspritzt. Ich bekomme dann auch gleichzeitig meine mit Urin bespruehten Beine gewaschen. Sie versteht einfach nicht das dies mein Parfuem ist das die Maedels gerne moegen. Danach werden die bepinkelten, geroeteten oft wunden Beine dick mit Penatencreme eingeschmiert wie ein Babypo. Sie ist ganz schoen verrueckt, aber wir moegen sie trotzdem !!!


Noch etwas Gutes ist zu berichten. Kaeterchen Charly macht sich prima. Er tobt ganz schoen mit Punky durch die Gegend. Trotz allem muss Frauchen gut aufpasssen. Punky nimmt ihn schon mal in den Klammergriff  und beisst. Dann kommt der Kleine nicht mehr los und schreit. Bis er etwas groesser ist und mit Punky mithalten kann wird er in seiner Box eingesperrt wenn Frauchen nicht da ist.
Dafuer darf er nachts in ihren Armen einschlafen. Da kann man doch neidisch werden....

  http://youtu.be/b9DCPk5bk6A            Punky & Charly lernen sich kennen

Charly wird von Punky liebevoll geleckt
                                                 


   Bis bald euer Till.  
©  J. Patience                                                                                                                                                    










Sonntag, 5. Februar 2012

Unser Charly und anderes tierisches......

Nun hat Frauchen wieder etwas - mehr- zu tun. Sie hat den kleinen Kater aus dem Tierheim abgeholt.
An ihm will sie wieder gut machen was dem kleinen Tommy passiert ist. Es ist schwerer als sie dachte das winzige Wuerstchen zu beschuetzen.
Er zeigt zwar wenig Furcht und hat ueberhaupt nicht geweint nachdem er von der Mutter weg war aber vor Hunden hat er Angst.
Bei Frauchen auf dem Arm sitzend hat er gespuckt und gefaucht als er den kleinen Muddy nur von weitem sah.
Eventuell ist das ganz gut fuer ihn. Genau das aber macht ihn fuer die Hunde so interessant. Vor allem Muddy will ihn genau anschauen und beschnueffeln und wird von Frauchen jedes mal zurueck gepfiffen.
Na ob das wohl gut geht ?
Sogar Punky, der bisher der Kleinste war, sieht neben Charly nun riesig aus. Er spielt zwar mit dem Kleinen wird aber oft zu wild und beisst mit Katergehabe den Kleinen in den Nacken. Leckt ihn aber auch von oben bis unten zaertlich ab wenn er ihm  wohl gesonnen ist.
Frauchen hat mir erzaehlt das sie Charly so lange  er klein ist in den  Transportkaefig einschliesst wenn sie laenger unterwegs ist. Auch wenn  die Hunde draussen sind.  Denn obwohl Charly sich unter Schraenken in Sicherheit bringt wenn Punky zu wild wird, will sie kein Risiko eingehen. Nun ist sie ueberaengstlich und rennt den ganzen Tag rauf und runter wenn die beiden oben alleine sind.                                                                  


Charly sieht Tommy sehr aehnlich
Man kann ganz neidisch werden, er darf sogar mit Frauchen im Bett schlafen. Sie hat mir erzaehlt das er die ganze Nacht dicht an sie gekuschelt schlaeft.
Natuerlich nachdem er wild wie ein Kreisel unter dem Bettnetz auf der Decke fuer eine Weile seine Runden gedreht hat. Wie man vom Bett runter springt hat er noch nicht gelernt. Es ist auch sehr hoch.

http://youtu.be/wimDX966dW4

Punky & Charly lernen sich besser kennen !

http://youtu.be/b9DCPk5bk6A


Punky


Klein Muddy musste vor einigen Tagen seine Maennlichkeit abgeben.
Der Nachbar, wir haben ihn im anderen Post Tomatenpflanzeer und Unratsammler genannt, hat zwei wiederliche kleine Hunde von der Rasse Pompek, was immer das auch ist.
Die beiden gehen uns ganz schoen auf die Nerven. Zumal sie sich in der Zwischenzeit schon vermehrt haben. Muddy ist zwar der Vater von der dritten kleinen Pompek-Mixe aber sie ist genau so schlimm wie ihre Mutter.
Ich kann nicht verstehen warum Leute oft kleine Hunde als suess bezeichnen. Diese beiden sind einfach nur wiederlich.
Keiner kann durch den  Garten oder auf der Strasse vorbei gehen ohne das sie wuetend werden. Hinter jedem herlaufen und  laut klaeffend beissen wollen. Auch die Menschen die schon immer und vor ihnen hier lebten.
Autos werden verbellt und Ziegen gescheucht. Die Viehcher sind ganz schoen krank im Kopf.
Das macht sogar mich wuetend und ich bekomme Kopfschmerzen von dem schrillen Gebelle.

Nun wurde dieses kleine rote Untier schon wieder heiss. Da der  Besitzer nichts unternimmt musste nun Muddy kastriert werden.  Frauchen konnte nicht mehr mit ansehen wie sie von Muddy besprungen wird und ihn dann wuetend beisst wenn er feststeckt.
Frauchen konnte gerade noch die anderen Hunde davon abhalten sie tot zu beissen. Sie wollten sich dieses Spektakel natuerlich genau anschauen und reagierten nach Hundemanier.

Muddy
Das waere was geworden wenn der Hundebesitzer seine Toele tot aufgefunden haette. Alle unsere Hunde haetten daran glauben muessen.
Seine Brutalitaet kennt keine Grenzen.

Frauchen wird in ihrem anderen Post sicher berichten ob sich in sachen Landtausch mal etwas tut und wir die Nachbarn irgendwann los werden.

Von meiner Ziegenherde gibt auch eine Neuigkeit zu berichten. Da hat doch einer meiner Enkel die kleine Betty geschwaengert. Er ist  in der Nacht ueber die hohe Abtrennung gesprungen und hat seinen Spass gehabt. Frauchen hat nicht einmal gemerkt das sie heiss war. Sie war sicher noch kein  Jahr alt, wahrscheinlich sogar viel juenger und genau so fruehreif wie mein Enkelsohn.

Wir wussten deshalb nicht genau wie alt sie war weil sie ein Findelkind ist.

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Eintrag in facebook im letzten Jahr :

Little Betty  arrived on Orange Hill Nature Ranch three days ago. She was working with the herd. Asked the people next to us. Nobody has goats near to us. How that little girl ( appr. 3 month old ) could work so far ? I want to keep her in a pen but she jumps out and run with the herd every day. A brave little girl.


                                                        
Nach kurzer Zeit wussten wir das sie traechtig ist und nun bekommt sie in den naechsten Tagen ihren Nachwuchs wir sind gespannt. Ich werde berichten.

Bis demnaechst in diesem Theater.....
euer Till

© J.Patience

Montag, 9. Januar 2012

vom Leben und dem Tod auf unserer Farm....

Viele Menschen besuchen unsere Farm jetzt und ich hoere Frauchen sehr oft ueber Dinge reden die sie sehr beschaeftigen. Es sind Gespraeche ueber Probleme mit denen sie eigentlich nicht klar kommt.

Erst einmal etwas zu den steigenden Besucherzahlen.
In der Zwischenzeit, es hat beinahe 12 Jahre gedauert, haben wohl auch die Bewohner von Trinidad & Tobago mitbekommen das da eine Frau in Orange Hill -Tobago lebt die etwas anders ist als die meisten  Farmer.
Frauchen musste erst einen Satz auswendig lernen der in der englischen Sprache fuer den schoenen Begriff in Deutsch "Artgerechte Tierhaltung " stehen kann.



                   " I believe in a natural approach of animal husbandry "


Diesen Satz hat sie immer und ueberall den Leuten in die Ohren getroetet, ob sie es hoeren wollten oder nicht. Sie ist fest davon ueberzeugt das es  ein klein wenig vereaendert hat. Nicht unbedingt viel an der Tierhaltung aber das Image der Ziege hat sich sicher verbessert.

Eine Besucherin der Insel die sehr oft wiederkehrt hat einmal bemerkt : Die Ziegen in Tobago sehen jetzt viel besser aus, das hat sicher etwas mit der Frau in Orange Hill zu tun.     Das ist doch schoen, oder nicht ?
Ja unser Frauchen !
Siehe da, so mansch einer traut sich nun auch zu sagen das er seine eigenen Ziegen nicht schlachten und essen kann oder sehr traurig ist wenn die Lieblingsziege stirbt.

Wenn jemend ein Maedel zum Decksprung bringt bekommt er auch gleich Lektionen erteilt.
Wie die Klauen auszusehen haben oder das  die Ziege besser  gefuettert werden muss. Ist das Ziegenmaedchen zu jung oder sieht sonst mickrig aus schickt Frauchen die Truppe nachhause und wird auch schon mal boese. Mir waere ja egal wie das Girl aussieht, aber da kann ich betteln wie ich will, keine Chance.

Vor allem die Sache mit dem Ziegenkaese hat es vielen angetan. In Scharen kommen sie von Trinidad an Wochenenden und in den Ferien, wollen kaufen oder zumindest einmal sehen wie man Kaese macht. Natuerlich kommen sie unangemeldet und Frauchen muss sich die Zeit nehmen wenn sie nicht unhoeflich sein will.
Ich werde dann immer noch extra vorgestellt und zeige mich von meiner besten Seite. Lasse mich streicheln und spruehe auch keinen Urin an die Besucher. Das verlangt ganz schoene Beherrschung es reizt mich sehr es doch zu tun. Ich werde immer noch bewundert wegen meiner stattlichen Groesse. Das troestet mich ein wenig darueber hinweg das ich nicht machen kann was ich will und brav sein muss.

Frauchen erklaert allen das sie ein schlechter Farmer ist. Sie liebt uns wie ihre Kinder und kann keinen von uns schlachten lassen. Nur wenn ein Tier leidet wird es erloest.
Dann sehe ich sie weinen und das gefaellt mir garnicht. Mit dem Tod kommt sie nicht klar und stoehnt : Warum habe ich nur solch ein Geschaeft angefangen ? Viele Tiere viel Freude aber auch viel Leid.

Ganz schlimm wird es wenn einer der Katzen oder ihren Hunden etwas passiert.
Ich war total geschockt als ich mit ansehen musste wie sie um eine kleine Katze geweint hat.
Kaeterchen Tommy der nicht leben durfte.
Unser Helfer hatte bei einem Spaziergang ein kleines ausgesetztes Kaeterchen gefunden. Er wurde waehrend der Fahrt in einem Karton aus dem Auto geworfen.
Natuerlich wurde es aufgenommen und konnte auch bleiben. Er hat sich, so goldig wie er war, schnell in ihr Herz geschlichen. Leider durfte er nur 3 Tage leben. Frauchen machte sich selbst die schlimmsten Vorwuerfe. Sie lies ihn fuer einige Minuten alleine mit den Hunden Muddy und Mikel oben im Haus. Die hatten sich, was sonst nicht  ueblich ist, bei einem heftigen Regenschauer Zutritt zum Haus verschafft.
Immer passt sie auf die Kleinsten, was immer es auch ist, Ziege, Kaetzchen, Kuecken oder Voegel besonders gut auf. Nur ein einziges mal war sie unachtsam und da geschah es.
Unsere Hunde vertragen sich sehr gut mit unseren Katzen.  Der Kleine war aber noch fremd und auch noch viel zu klein um mit Hunden zu spielen.
Frauchen ging fuer einige Minuten nach unten um den Kaese zu drehen und  hat die Hunde im Haus vergessen. Sie hoerte unten den den Krach und als sie nach oben kam lag der Kleine tot, wahrscheinlich mit gebrochenem Genick, auf dem Boden.
Ihr lautes Weinen hallte ueber das ganze Gelaende. Das moechte ich nicht noch einmal erleben.

http://www.youtube.com/watch?v=5lnVrRJwZKA               Erinnerung Kaeterchen Tommy und Muddy !

Zuerst war sie sehr boese mit den Hunden, die natuerlich weit weg rannten und  ganz geschockt waren von Frauchens Benehmen. Nach einiger Zeit hat sie aber eingesehen das sie den Hunden nicht die Schuld geben konnte. Wir alle hatten Angst um sie, hatten sie noch nie so aufgeloest erlebt.

Eines davon wird es wohl werden...




Nun hat sie beschlossen ein anderes kleines Kaetzchen aus dem Tierheim zu holen und darauf warten wir nun. Bald ist es soweit.


Im Tierheim :

Leider keonnen wir nicht alle nehmen, wir haben ja schon 7 Katzen.




Das ist die Mama.
 Die armen Tiere muessen den ganzen Tag in solch einem Kaefig sitzen. Auslauf gibt es fuer Katzen nicht. Die kleinen Kaetzchen sind auch nicht viel gewachsen.

Nach diesem Erlebniss mit Frauchen denke ich schon mit Grauen an den naechsten tragischen Vorfall auf der Farm. Meine Maedels sind fast alle sehr viel aelter als ich und viele haben das zehnte bis zwoelfte Lebensjahr erreicht.
Vor einigen Tagen kam eine Gruppe Studenten von Trindad zur Farm und haben uns Stuhlproben entnommen. Was man nicht alles mit sich machen lassen muss. Die hatten noch nie so viele alte Ziegen in solch einem guten Zustand gesehen. Eine "gut gefuehrte" Farm wird ihre Tiere viel schneller austauschen. Was haben wir doch ein Glueck das wir bei unserem Frauchen gelandet sind


Euer Till

© J.Patience

Montag, 5. Dezember 2011

noch mehr boese Nachbarn ....

wenn ich mich recke kann ich ganz weit schauen.
Diese, meine neue Geschichte habe ich eigentlich nicht wahrhaben wollen. Ich konnte mir bisher nicht vorstellen das es Menschen gibt die solche Sachen tun. Frauchen hat mich eines Besseren belehrt.

Von weitem sehe ich mir schon lange diesen Kerl an wenn er mit seinen Protzautos hier vorbei faehrt. Mehrmals habe ich gehoert das er Frauchen unter Druck setzt weil meine Maedels das Land bewandern das ihm gehoert. Das muss man sich vorstellen. Er hat das Land vor zehn Jahren gekauft und  uns hier vorgefunden. Naja, mich gab es damals noch nicht aber meine Vorgaenger mit ihren Girls. Zum Teil habe ich die Maedels ja uebernommen aber insgesamt sind wir nun viel weniger. So lange begehen unsere Ziegen schon dieses ungenutzte Land auf der anderen Seite der Strasse. Wie bereits frueher erzaehlt koennen wir es auch nicht anders machen. Hier auf der Insel werden Ziegen, Schafe und auch andere Tiere meist  in Boxen oder Kaefigen  gehalten, die sie oftmals nie verlassen koennen.
Sie muessen ganz von ihren Besitzern mit Gruenfutter versorgt werden. Dieses  Gruenfutter, auch Rauhfutter genannt,  ist fuer uns lebensnotwendig. Man kann uns nicht einfach mit Trockenfutter zufrieden stellen. Zuviel Kraftfutter ist schaedlich, auch das habe ich schon einmal erzaehlt.
Frauchen kann unmoeglich fuer alle Maedels Gruenfutter herbei schaffen. Sie hat uns, als ihr Ehemann sie verlassen hat, ganz alleine versorgen muessen. Auch mit einem Helfer kann sie nicht fuer mehr als fuenfzig Ziegen Rauhfutter besorgen. Fuer Zaeune haben wir kein Geld. Es kostet mehr Geld Zaeune zu errichten als ein Haus zu bauen.
Aus diesem Grund war sie sehr froh die Herde einfach laufen lassen zu koennen. Ihre Probleme hat sie dem Landkaeufer erklaert als er vor einiger Zeit anfing mit seinen Klagen.
Unsere  Ziegen wurden auch erst zum Problem fuer ihn als Frauchen sich nicht auf seine Anmache einlies.
Sie hat ihm lachend gesagt das er doch wohl um einiges juenger als sie waere und fuer solche Sachen nicht zu haben ist.
Die Maenner auf der Insel sind fast alle wie wir Boecke. Uns ist Alter und Ausehen der Maedels egal. Wir machen  auch nicht halt vor der eigenen Mutter, Schwester oder Tochter. Zu unserer Entschuldigung kann man sagen das wir nur einen Instinkt haben und der Verstand fehlt.
Was ist denn dann mit den Maennern hier auf der Insel los ? Hoffentlich werde ich nicht gesteinigt fuer meinen Vergleich !
Aber es ist schon zum Bruellen. Kein Tag vergeht ohne das ein schwarz verglastes Auto auf irgend einem Weg, vor oder hinter der Farm anhaelt. Oft sogar mehrmals taeglich.
                                                                                                   Die Kerle hier sind ja schlimmer als wir!
Bei laufendem Motor, damit es im Wagen mit Klimaanlage schoen kuehl bleibt, kommt die Kiste ins Schwingen. Die Hunde bellen die ganze Zeit weil es ja Eindringlinge sind und Frauchen gehen die Nerven durch vom brummenden Motorengeraeusch. Ich habe Frauchen sagen hoeren das sie gerne ein Luftgewehr haette.

Vom verreucktesten Vorfall hat sie mir nur erzaehlt. 
Da hat sich doch vor Jahren ein Wagen direkt an den Zaun vor ihrem Haus gestellt. Die Scheiben waren aber nicht schwarz und als sie auf dem Weg nach hinten zu uns war blinkte ein dicker nackter Hintern durch die halb geoeffnete Scheibe. Sie wurde natuerlich laut und hatte keine Lust sich das Gegrunze anzuhoeren.
Daraufhin hat der Kerl mit dem blinkenden Hintern den automatischen Fensterheber eingeschaltet. Das Fenster ging aber nicht schnell genug hoch und er musste mit der Hand die Scheibe hochziehen. Frauchen sagte, das Bild werde sie nie vergessen.

Nun zurueck zum boesen Landkaeufer. Der will uns dringend loswerden. Nicht nur uns sondern auch die Pferde eines  Nachbarn und die Schafe vom Farmer weiter unten an der Strasse. Alle besuchen sie sein Gelaende.
Er hat sich etwas besonders Gemeines einfallen lassen. Vor einigen Wochen kam er mit seinem Lastwagen und hat mit seinem Arbeiter Kokospalmen eingepflanzt. Die Nuesse aber nicht tief eingegraben sondern nur locker in ein kleines Loch gelegt.  Frauchen hat er laut zugerufen : Ich pflanze hier Kokospalmen ! Als ob er nicht wuesste das diese sofort von uns Ziegen angeknabbert werden.
Auch Pferde moegen dieses frische Gruen. Letztendlich haben dann auch noch die Hunde mit den Nuessen gespielt.
Die Nuesse wurden extra am Rande der von ihm gerodeten Freiflaeche eingesetzt. Nicht etwas mehr in den Busch wo viele eine Ueberlebenschance haetten. Uns allen kam das spanisch vor.
Frauchen hat mit Hilfe des Pferdebesitzers herausgefunden das die Kokosnuesse mit zwei verschiedenen Giften gefuellt waren. Ein Unkrautvernichter -Round up von Monsanto und ein Gift genannt Lannett, womit einige Leute hier Hunde vergiften.
Eine Nachbarin des giftmischenden Landkaeufers ist zufaellig mit dem Pferdebesitzer ( unserem Nachbarn ) in einem Verein. Dieser Verein ist im Umweltschutz taetig und die beiden haben sich darueber unterhalten das besagter Herr soviel teures Round up auf der Ladeflaeche seines Autos hatte.
Der Pferdebesitzer hat ihr von dem Vorfall mit den Kokosnuessen erzaehlt und sie hat als gute Nachbarin den Giftmischer aushorchen koennen. Der weiss natuerlich nicht das seine Nachbarin unseren Pferdebesitzer kennt. War das jetzt zu kompliziert aber Frauchen hat es mir so erzaehlt.
Die Kokosnusspalmen wurden natuerlich alle angeknabbert aber das Gift ist wohl nicht in ausreichender Menge in den Ziegenmaegen gelandet. Frauchen hat noch einige Nuesse gefunden und sicher gestellt. Sie moechte sie eigentlich untersuchen lassen. Wer koennte das aber fuer sie tun? Ein Beweis waere es sowieso nicht.
Zum guten Schluss wollte der Giftmischer auch noch seine Pflanzen ersetzt bekommen. Natuerlich kam er mit seinem Anliegen nur zu Frauchen weil er weis das sie eine alleinstehend Frau ist. Er will sie vor Gericht bringen. Was soll man dazu sagen.
Wenn ich  koennte wie ich wollte..........aber ich will es nicht noch schlimmer fuer Frauchen machen.
Mal sehen ob ich mich mit Obia befasse.

Samstag, 22. Oktober 2011

wie die Zeit vergeht.....

Ein volles Jahr schreibe ich nun schon meine Geschichten und muss sagen die Zeit fliegt nur so vorbei.
Wieder gab es die Ausstellung des "World Food Day".
Zuerst war ich ganz schoen wuetend. Frauchen hat mich nicht mit genommen. Ich habe gehoert wie sie den Richtern gesagt hat ich waere nun zu alt. Nun bin ich nur noch traurig.
So schnell ist das Leben einer Ziege vorbei. Aber es ist schon wahr die Jugend muss ihre Chance haben und die Alten muessen zurueck treten. Ich bin schon zufrieden wenn Frauchen mich nicht an den Metzger verkauft.

Eigentlich bin ich  sehr gut in Schuss und sehe immer noch gut aus. Die Zaehne werden etwas laenger und das viele herum liegen in den Boxen macht einen auch nicht unbedingt muskuloes.
Wenn aber ein anderer Farmer seine Ziege zum decken bringt bin ich immer noch sehr gefragt. Da kann ich den anderen Jungs schon noch etwas vormachen. Ich brauche zwar etwas laenger bis ich nach dem ersten Sprung  wieder aufspringen kann aber das hat nichts mit meinem Alter zu tun.
Wir Boecke haben einfach nicht genug Auslauf und das macht uns traege. Das staendige Bespruehen der Beine und des Gesichts mit Urin macht uns nicht gerade schoener. Das Fell verfaerbt sich und an den Beinen geht sogar die Haut ab wenn Frauchen rubbelt.
Letztens hat sie ganz schoen geschimpft. Was sollen wir aber tun, es ist nun mal Bockgehabe diesen wertvollen Saft immer und vor allem wenn die Maedels in der Naehe sind, gleichmaessig zu verspruehen. Die Maedels moegen diesen Duft, sie sind geradezu wild darauf. Regelmaessig werden sie dadurch animiert und kommen in Hitze. Ganz wie die Natur es vorgesehen hat.
An meinen Beinen haben sich Knoetchen im Fell gebildet und Frauchen wollte sie abschneiden. Dabei kam ganz wunde Haut zum Vorschein. Das habe ich nun davon. Frauchen schmiert mir regelmaessig diese zaehe Penatencreme fuer Babys auf die Stellen an den Beinen. Sie will mich wieder schoen sehen. Der Tierarzt hat ihr gesagt das man da nichts machen kann. Sie will das aber nicht glauben.
                                                            Stichwort Tierarzt und zurueck zum World Food Day. Einer dieser Richter war ein Tierarzt. Der kam mit zwei Hilfen. Frauchen hatte meine beiden jungen Kumpels Rocky & Pepsi und meine beiden Soehne Blacky und Whisky ausgesucht.  Die drei Judges, sie nennen das pre judging, haben  Listen ausgefuellt und  dabei so wichtig getan. Die ausgesuchten vier Maedels haben sie auch bewertet. Nun musste Frauchen auf das Ergebnis warten. Man wollte sie anrufen. Dies haben sie dann erst am Abend vor der Ausstellung getan. Ein ganz schoen unorganisierter Haufen ist das  im Amt fuer Agriculture. Wir mussten doch noch zurecht gemacht werden und zum Schluss haben sie nur zwei von den Jungs und zwei Maedels fuer die Ausstellung genehmigt.
Auf dem Weg zur Ausstellung
Frauchen hat mir alles haarklein erzaehlt. Welche von uns sie nun bringen sollte, wusste sie nach dem Anruf dann immer noch nicht.
Es kamen alle zu spaet zur Ausstellung weil Frauchen am Morgen erst einmal herausfinden musste wer denn nun ausgestellt werden sollte. Das Ende vom Lied, keiner hatte eine Box und die vier mussten an einem Zaun angebunden werden. Damit sie nicht den ganzen Tag in der Sonne ausharren mussten  blieb nur eine Stelle unter einem Zeltdach die aber sicher matschig wuerde. So war es dann auch !!!!


Emma, Mira und Rocky im Matsch

Keiner von den vieren wollte etwas essen oder trinken. Die reinste Tierquaelerei. Wenn das im naechsten Jahr nicht besser organisiert wird gehen wir sicher nicht mehr dort hin. Eine grosse Frechheit war dann die Tatsache das andere Farmer viel mehr Tiere bringen konnten die von den sogenannten Pre Judges ausgesucht wurden. So eine Betrug ! Wieder mal die Tatsache, wer jemanden kennt der einen kennt, hat die besseren Karten.
Nun zur eigentlichen Bewertung der  Tiere bei der Show. Es waren nicht genug Richter da und man lies die Ziegen zur Bewertung in den Boxen. Nun waren zwar unsere vier daneben angebunden aber es hat ihnen nicht geholfen.
Die Richter, wieder Tieraerzte, haben ueberhaupt keine Ahnung wie Ziegen und Schafe aussehen sollen. Da wurde ein Anglo Nubien Bock mit dem ersten Preis ausgezeichnet der ueberhaupt keiner war. Frauchen meint es war ein Nachkomme von  meinem Vater Jero. Sie hat einmal einen schoenen Jungbock verkauft der aber nicht reinrassig war. Der Besitzer hat  Frauchen erzaehlt das es jemand aus unserer Familie ist. Der Gewinner war genauso lieb wie ich aber leider kein Anglo Nubier.
Blacky
Blacky hat nur einen zweiten Preis gemacht obwohl er der beste Anglo Nubien- Boer Mix Bock in der Show war. Mira, die schoenste Ziege auf der ganzen Ausstellung, hat nur einen dritten Platz belegt. Das sie die schoenste war meinte uebrigens nicht nur Frauchen. Emma wurde ebenso nur dritte bei den Saanan Ziegen. Alles in allem Ergebnisse die nicht richtig sein koennen weil keines der anderen Tiere aus der Box geholt wurde. Wie soll man eine Ziege richtig bewerten die auf engstem Raum von oben betrachtet wird. Alle Ziegen der gleichen Rasse und Geschlecht muessen vorgefuehrt  und gleichzeitig begutachtet werden.
Nicht nur stehend sondern auch gehend und von allen Seiten.  Frauchen und ich sind einer Meinung. Das alles passt zu einem Staat wie Trinidad & Tobago wo viele Menschen undiszipliniert sind und jeder macht was er will. Das zeigt sich immer & ueberall und wird sich nie aendern.
Rocky schaut sauer !



Rocky hat ueberhaupt keinen Preis gemacht obwohl  er gute Anglo Nubien Kennzeichen hat.
Zumindest mehr als der Bock der den ersten Preis gemacht hat.





Die schoene Mira


Na ja, alles in allem koennen wir froh sein ueberhaupt etwas gewonnen zu haben. Es gibt Geldpreise und Geld koennen wir immer gebrauchen.


Dienstag, 26. Juli 2011

vom Stinkstiefel und seinen Machenschaften.

Letzten Freitag 22.Juli 2011 war Frauchens grosser Tag. Sie hat mich gebeten darueber zu schreiben, weil sie  noch etwas Zeit braucht  alles zu verdauen.
Wir alle haben um sie gezittert, sie aber wohl am meisten. Sie musste vor Gericht um den Kampf gegen ihren Ehemann auszufechten. Um alles zu verstehen was ich hier schreibe muss man einige Kapitel zurueck scrollen und lesen was ich damals ueber den Stinkstiefel geschrieben habe
Es ist zu schoen um wahr zu sein. Soll das nun wirklich das Ende der Stinkstiefelaera sein ? Ich kann es kaum glauben.
Seit fast vier Jahren versucht Frauchen irgendwie aus dieser unsicheren Situation heraus zu kommen. Wir leben auf einem Stueck Land das ihrem Ehemann gehoert. Es blieb ihr damals nichts anderes uebrig als mit uns hier ihr Geschaeft aufzubauen, wie bereits erzaehlt wurde.
Zuckerfabrik von der Strasse aus gesehen.
Viele Verhandlungen und Gerichtstermine hat es schon gegeben und einiges an Geld hat es auch gekostet. Sie wollte nicht noch mehr in ein Stueck Land investieren das ihr nicht gehoert. Das hielt uns aber davon ab groesser zu werden und somit mehr Geld verdienen zu koennen. Es  ist wichtig fuer Frauchen Land auf ihren Namen  ueberschrieben zu bekommen damit sie nicht eines schoenen Tages nach der Scheidung ihre Moebel auf der Strasse findet. Der Stinkstiefel sie aus ihrem eigenen Hause wirft. Das er dazu in der Lage ist wissen  alle die diese Geschichten lesen.
Liebe Menschen, ja die gibt es  auch auf der Insel, halfen Frauchen eine gute Anwaeltin zu finden. Diese wollte nun am Freitag den Luegengeschichten des Ehemannes zu Leibe ruecken. Der hatte doch tatsaechlich verlangt das Frauchen mit ihm alles teilt was sie alleine erwirtschaftet hat. Das halbe Geschaeft, die Haelfte ihrer Rente und ein halbes Haus wollte er haben. Das mal nur fuer den Anfang. Er haette ueberhaupt nichts hat er berichtet. Alles was ihm gehoert ist in Wirklichkeit im Besitz seiner Toechter. Wer so etwas glaubt !
Frauchen wird in ihrem Blog spaeter schreiben was er so alles besitzt, der luegende Stinkstiefel.

Das Wohnhaus vom Teich aus gesehen
Kurz vor der Verhandlung hat er dann wohl kalte Fuesse bekommen. Es wurden Vorschlaege unterbreitet von der Gegenseite. Frauchens Anwaeltin haette lieber gesehen das wir ausbezahlt werden und einfach weggehen. Das haette aber bedeutet das wir alles einpacken und von vorne wieder anfangen muessen. Eventuell waere as auch das Aus fuer uns Ziegen gewesen. Das wollte Frauchen nicht, "Gott sei Dank". Geld  waere zum Zeitpunkt der Auszahlung sowieso nicht mehr da gewesen. Wie heisst es so schoen: "Einem nackten Mann in die Tasche greifen".

Auf keinen Fall sollte Frauchen ein Stueck Land bekommen, obwohl ihr die Haelfte des Besitzes ihres Ehemannes nach dem Gesetz zusteht. Zu guter Letzt wurde ihr dann das Land fuer vierzig Jahre zugesprochen und zwar das ganze restliche Land mit Ausnahme des kleinen Stueckes worauf das Cottage steht. Diese netten Nachbarn werden uns also erhalten bleiben. Ein hoher Zaun wird um das Cottage gezogen damit wir richtig getrennt sind. Die vierzig Jahre Nutzungsrecht gehen automatisch an Frauchens Erben nach ihrem Ableben. Sie kann  nun Plaene machen, sich als Besitzer sehen und man kann uns nicht vertreiben.
Frauchen kann auch den Betrieb verkaufen oder verpachten, nur das Land kann sie nicht verkaufen.
Unser Zuhause wird uns also erhalten bleiben. Ich selber moechte diesen Luegenbold und brutalen Kerl nicht mehr sehen  und ich denke Frauchen will das Gleiche.

Dienstag, 19. Juli 2011

mein Gott was ein Theater......

Es ist schon einig Zeit vergangen seit meinem letzten Post. Ich komme leider erst heute dazu von dem oben genannten Theater zu berichten. Meine Maedels halten uns den ganzen Tag auf Trapp. Staendig kommt eine in Hitze und wir Jungens muessen uns darum kuemmern. Jetzt aber zu den letzten Geschehnissen hier auf der Farm.
Ganz schoen aufregend war es fuer eine Woche . Eine Film Crew aus Deutschland war hier und hat ueber Frauchen und uns gedreht. Dort zeigen sie, Frauchen ist ja aus Deitschland , solche "Reality Shows" im Fernsehen. Ich musste mich erst einmal schlau machen was das ueberhaupt ist. Habe aber schnell begriffen das es fuer viele Menschen nichts schoeneres gibt als sich am Elend anderer Leute zu ergoetzen. Das gibt hohe Einschaltquoten.
Es wird in vielen solcher Sendungen berichtet  wohin Deutsche ausgewandert sind und wie es ihnen dort ergangen ist. Misserfolge sind sicher besonders gerne gesehen. Die Menschen sind schon komische Lebewesen.  Hier bei uns koennen sie aber von solch einem Fiasko nichts berichten. Aber warten wir mal ab und schauen was der Schnitt so bringt. Die Filmleute waren sehr nett und ich glaube Frauchen hatte  Spass bei der Arbeit. Spaeter hat sie mir erzaehlt das es auch anstrengend war.

Hier fuehrt die Helferin meinen Sohn Whisky


In unserem Fall ging es  nicht ums Scheitern in einem fremden Land. Die Fernsehleute hatten sich etwas Neues ausgedacht. Sie brachten eine junge Frau mit die sich hier bei uns umschauen sollte und eine Woche Probe arbeiten konnte. Ich war also mal nicht die Hauptperson. Schade eigentlich, nun kann ich nur noch hoffen das ich wenigstens mal im Fernsehen zu sehen bin, fuer Frauchens  Familie meine ich. Frauchen hat mich nach ihrem Enkelsohn benannt. Sein Name Til wird aber nur mit einem L geschrieben und meine Schwester Luca wurde nach der Enkeltocher benannt. Uebrigens haben wir alle Namen und so mansch ein Tobagonier lacht darueber. Fuer die sind wir Tiere doch nur Fleischproduzenten, Noch nicht einmal Milch wollen sie von uns nutzen.
Little Ugly Betty
Es muss sich wohl auch schon herum gesprochen haben das es bei uns etwas anders zugeht. Vor einigen Wochen kam mit meiner Maedelsherde am Nachmittag eine kleine weibliche Ziege mit heim. Frauchen hat sie sich in`s Auto gepackt, es war ganz schoen schwer sie einzufangen, ist die Nachbarn abgefahren und hat gefragt wem sie gehoert. Keiner vermisste sie. Jetzt haben wir Jungens ein Maedel mehr, naja sie ist ja noch klein. Wir wissen nicht wie alt sie ist, koennen es nur schaetzen und mit Sicherheit ist sie aelter als es den Anschein hat. Wahrscheinlich ist sie eine in Tobago so viel gesehene kleine Inzucht Ziege. Das passiert hier sehr haeufig weil der Durschnittsfarmer keinen Breeding Plan kennt. Frauchen hat sie Betty genannt, nach der "Ugly Betty " im Fernsehen. Komisch sie traegt gar keine Zahnspange, ich moechte mal wissen wie Frauchen dazu kommt ? Nach  vielen Wochen bei uns laesst sie sich noch immer nicht anfassen  und das macht mein Frauchen traurig. Die arme Betty muss wohl  schlimmes erlebt haben in ihrem jungen Leben.
Was mich traurig macht, wenn Frauchen heimlich einige Traenen verdrueckt, ich es aber doch sehe.
Mona
Letzte Woche musste die alte Mona, die letzte von Frauchens ersten Ziegen, verabschiedet werden. Ich dachte oft, die alte Dame ist aber noch ganz schoen fit. Alle paar Wochen stellte sie sich an unseren Zaun um zu demonstrieren das sie jetzt besprungen werden will. Wir Jungens machen auch nicht vor alten Damen halt. Aber Frauchen laesst uns nicht.
Darin sind wir einigen tobagonischen Maennern aehnlich, oder soll ich sagen West Indischen Maennern, die auch vor nichts halt machen. Das wuerde aber zu weit fuehren darueber mehr zu schreiben und hat mit unserem Farmleben nichts zu tun. Sicherlich wird Frauchen in ihrem Blog                                 
http://orangehillnatureranch-goatlady.blogspot.com/    mal etwas dazu sagen.
Fuer uns ist nur wichtig das wir gut behandelt werden und wir genug zu fressen bekommen. Hier hat vor eingen Wochen die Regenzeit begonnen und es ist eine ganz schoen nasse Regenzeit. Es waechst genuegend Gras und wir koennen uns richtig satt essen.